Soteria-Haus

Heilsames therapeutisches Milieu in der Kleingruppe

Soteria ist altgriechisch und bedeutet Heilung, Wohl, Bewahrung, Rettung. Davon abgeleitet bezeichnet Soteria in der Psychiatrie einen Behandlungsansatz, bei dem die „Milieutherapie“ im Zentrum steht. Das heißt, das Umfeld ist so gestaltet, dass es Menschen in psychotischen Krisen zu therapieren hilft: Dazu gehören eine wohnliche und reizreduzierte Umgebung in geborgener Atmosphäre, vertrauensvolle soziale Beziehungen zu Mitpatienten und Therapeuten sowie die Orientierung an der Normalität und dem Alltagsleben außerhalb der Klinik.

Das heilsame therapeutische Milieu in der Kleingruppe mit maximal zehn Bewohnern und festen Bezugspersonen unter den Mitarbeitern bietet Schutz, Beruhigung und Entspannung. So brauchen Psychopharmaka gar nicht oder nur sehr zurückhaltend eingesetzt zu werden. Die Psychose-Begleitung durch die Betreuer, die dem Patienten vorurteilsfrei und offen gegenüberstehen, erfolgt in Form aktiven „Dabei-Seins“, bei Bedarf auch in durchgehender 1:1-Betreuung. Jeder Patient hat mindestens eine feste „Beziehungsperson“, die ihn von der Akutphase bis zur Entlassung begleitet und bei Bedarf Nachbetreuung bei der Rückkehr in den Alltag  leistet. Darüber hinaus unterstützen sich die Patienten im Soteria-Haus gegenseitig. Durch die engmaschige Betreuung kann die Wohngruppe auf Zeit im Soteria-Haus als Ersatzfamilie erlebt werden.

Patienten und Mitarbeiter begegnen sich in therapeutischer Gemeinschaft auf Augenhöhe und gestalten gemeinsam den Tagesablauf in einem respektvollen und zuverlässigen Umfeld, das auf die Erhaltung persönlicher Entscheidungsfreiheit und Autonomie ausgerichtet ist. Sämtliche Aktivitäten des alltagsorientierten Lebens und Lernens in der Wohngruppe werden therapeutisch verstanden: Tägliches Einkaufen, Kochen, Putzen und Freizeitgestaltungen wie Musizieren, Tanzen und Ausflüge sind fest im Wochenplan unserer Patienten verankert. Psychotherapeutische Gruppensitzungen, ergo- und kunsttherapeutische Angebote sowie Körpertherapie werden in den Alltag integriert. Angehörige werden in das Leben der Gemeinschaft einbezogen.

Die Aufenthaltsdauer im Soteria-Haus sollte so lang sein, dass der Patient Beziehungen entwickeln, auslösende Ereignisse für seine Krise erkennen, verarbeiten und in seine persönliche Lebensgeschichte einordnen kann.

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